Was ist Leichte Sprache?

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„Leichte Sprache“ ist eine spezifische Sprache, die sich an Menschen mit beeinträchtigter Lern- und Lesefähigkeit richtet. Sie wurde gemeinsam mit Betroffenen entwickelt und wird inzwischen auch wissenschaftlich erforscht. Die verschiedenen Ebenen eines Textes werden nach erprobten Regeln erfasst, wo nötig umgestaltet und mit zusätzlichen Elementen (Layout, bei Bedarf auch Bildern) optimiert. Ziel ist, die vorhandenen Lese- und Verständnisbarrieren zu verringern.

Da Beeinträchtigungen der Lesefähigkeit verschiedene Ursachen haben können, wendet sich Leichte Sprache an eine breite  Zielgruppe:

–  Menschen mit einer angeborenen kognitiven Beeinträchtigung
–  Menschen mit einer Hirnschädigung (durch Unfall, Krankheit…)
–  Menschen mit einer stark eingeschränkten Sehfähigkeit
–  Gehörlose (aufgrund ihres grundlegend anderen Spracherwerbs)
–  Menschen mit Demenz
–  Menschen mit Lernschwierigkeiten
–  Menschen mit Legasthenie

„Leichte Sprache“ bildet sozusagen den sprachlich grössten gemeinsamen Nenner und eignet sich deshalb auch für:

–  Menschen mit Migrationshintergrund
–  Menschen mit einem bildungsfernen Familienhintergrund
–  Menschen im hohen Lebensalter

Gute Texte in „Leichter Sprache“ werden immer im Hinblick auf eine Zielgruppe erstellt und nach Möglichkeit von Leserinnen und Lesern derselben geprüft (sogenannte „Prüfgruppe“). Es handelt sich deshalb auch nicht um Texte in einer kindlichen Sprache.